Deutsche trinken mehr badischen Wein...


PRESSEKONFERENZ


Baden – das gelobte Weinland?

Die Winzergenossenschaften melden bei ihrer Pressekonferenz steigende Umsätze und eine gute Ernte. Besonders begehrt ist der Weißwein.

MÜLLHEIM-HÜGELHEIM. 

"Baden ist 2011 das gelobte Land." Das sagte der Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, Gerhard Roßwog, am Mittwoch bei der Herbstpressekonferenz des Verbandes in der Winzergenossenschaft Hügelheim. Die Winzergenossenschaften in Baden freuten sich über einen guten Herbst – sowohl was die Menge als auch was die Qualität der Weinlese angehe. Und außerdem sei im ersten Halbjahr ein kräftiges Verkaufsplus erzielt worden. Der Wermutstropfen: In Durbach in der Ortenau und in einigen Orten im Markgräflerland hat es die Reben gründlich verhagelt.

Baden habe sich den Verlusten entziehen können, die der deutsche Wein insgesamt hinnehmen musste, sagte der Genossenschaftspräsident. Der Marktanteil Badens am deutschen Wein sei der Menge nach von elf auf zwölf Prozent gestiegen und dem Wert nach von zwölf auf dreizehn. Und weil die Marktposition der badischen Weißweine derzeit hervorragend sei, werde der Anteil wohl weiter ansteigen. Roßwog erwartet steigende Preise, obwohl die Genossenschaften mit 100 Millionen Liter diesen Herbst deutlich mehr ernten als im Vorjahr, als es mit 78,5 Millionen Liter eine ausgesprochen kleine Ernte gab.

Roßwog ermunterte die Winzergenossenschaften zu Strukturveränderungen, mehr Kooperation bis hin zu Zusammenschlüssen. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Winzer in Baden um fast 8000 zurück gegangen, das heißt dass über 30 Prozent der Betriebe aufgegeben haben, vor allem Nebenerwerbswinzer. Da die Rebberge dann normalerweise verpachtet werden, ist in Baden die etwa 15 600 Hektar umfassende Rebfläche etwa gleich geblieben, sie hat sogar leicht zugenommen. Der genossenschaftliche Anteil daran ist in diesem Zeitraum leicht gestiegen. Derzeit gibt es in Baden 88 Winzergenossenschaften, 43 davon bauen ihre Weine im eigenen Keller aus.

Eine davon ist die Hügelheimer Genossenschaft, die ihren 45 Mitgliedern überdurchschnittlich hohe Preise auszahlen kann. Sie profitiert davon, dass Schweizer und Franzosen kommen, um sich mit Wein zu versorgen, und hat den Umsatz bis August um zehn Prozent gesteigert.

Quelle: Badische Zeitung

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