Shelter Winery

Nach seinem Studium in Geisenheim war Hans-Bert Espe zunächst im deutschen Weinhandel tätig, ehe er sich im amerikanischen Oregon umschaute. Spätestens dort hat er sich in den Spätburgunder verliebt. Nach seiner Heimkehr nach Deutschland war er mehrere Jahre lang Gutsverwalter im Traditionsbetrieb Wolff-Metternich in Durbach. Anfang 2004 machte er sich selbstständig. In Malterdingen und Kenzingen fand er die geeigneten Weinberge. Und auf einem verlassenen kanadischen Flugplatz in Lahr baut er nun seine Weine aus: In einem so genannten Shelter, einem Betonbunker, der früher die Flugzeuge schützte.


Heute grasen darauf Schafe und drinnen, hinter schweren Stahltüren, reift Espes Pinot Noir heran. Es gibt nur diesen einen Rotwein. Ein ebenfalls erzeugter Rosé de Noir aus dem Jahrgang 2004 ist bereits ausverkauft. Noch nicht im Verkauf ist ein Sekt, der 2003 »Sparkling Brut«, der erst im Herbst 2006 lieferbar sein wird. Mit seinem Erstlings-Rotwein zeigt Espe bereits, dass seine Liebe zum Spätburgunder keine Spielerei ist. Klar, gradlinig und dabei von weiblicher Eleganz geprägt, stellt er uns einen Wein vor, den mancher Kellermeister in seinem ganzen Leben so überzeugend nicht hinbekommt. Einst nannte man solch einen Wurf ein Meisterstück. Wir würden uns freuen, wenn manche weitere folgen würden.

(Auszug aus dem Gault Millau Weinguide Deutschland)

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